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Idyll.

«Der Begriff Idyll (n., von altgriechisch εἰδύλλιον eidýllion, ursprünglich „Bildchen“, dann „kleines Gedicht“), auch Idylle (f.), bezeichnet umgangssprachlich ein harmonisch verklärtes ländliches Leben. Man meint damit meist ein Bild oder einen Zustand, die auf den Betrachter beschaulich und friedlich wirken.» Erklärt Wikipedia. Ja, und dann komm‘ ich ins Studieren, wenn ich draussen unterwegs bin, zu Fuss, oder auf dem Bike. Und mich die Schönheit fast erschlägt: Ist meine Wahrnehmung «verklärend», weil die Wirklichkeit zur Zeit – vielleicht schon immer – manchmal ziemlich traurig ist? Oder gibt es diese harmonische Schönheit wirklich? Wann spüren wir sie, wann täuscht unsere Wahrnehmung nicht? Wenn die Harmonie wirklich ist – warum verteidigen und schützen wir sie nicht?

Dem sinnlosen Virus menschlichen Sinn entgegensetzen.

«Wenn man glaubt, dass alles im Letzten sinnlos ist, dann ist die Lage völlig trostlos, denn was interessiert das Weltall schon, wenn irgendwo auf einem peripheren Planeten eine ganze Menschheit an einem Virus verreckt. Als Christ erlebe ich die jetzige Situation als Herausforderung an meine Freiheit. Wenn das alles einen Sinn hat, den ich in der Liebe zu Menschen, in ergreifender Musik und begeisternder Kunst ahnen kann, dann werde ich gerade jetzt versuchen, einem sinnlosen Virus menschlichen Sinn entgegenzusetzen.» Manfred Lütz, Psychiater, Theologe und Bestsellerautor in der FAZ vom 30.03.2020

Herbst …

Der Herbst und Deutschland, sie sind nicht ein wirklich gutes Gespann. Der «deutsche Herbst» steht für die «German Angst», vierzig Jahre vorher werden Menschen im vorletzten Monat des Jahres durch die Strassen gejagt und Scheiben zertrümmert. Jetzt geschieht in Deutschland mit dem nicht endenden Flüchtlingsstrom wieder Geschichte. Und manche sprechen vom «Herbst» der ewigen Kanzlerin, während ein frühlingshaft schöner November vor den Kapriolen des Klimas leises Grauen weckt. Morbide Schönheit, zwiespältiges Ahnen einer sich zersetzenden (Wohlstands-) Gesellschaft …

Die letzte Himbeere …

Leise Wehmut schleicht sich ins Herz: Ein phantastischer Sommer neigt sich dem Ende zu. Im Garten habe ich die wahrscheinlich «letzte Himbeere» dieses Jahres entdeckt. Schade. Aber nur «Narren verlieben sich in eine Jahreszeit» habe ich vor kurzem gelesen. Weise ist, wer deren Wechsel geniesst. Offenbar bin ich noch kein bisschen weise …