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Vom Wald und seiner Mutter.

Das waren die Achtziger: Waldsterben im Original. Das ist die Gegenwart: Waldsterben 2.0. Das Ganze könnten wir auch beschreiben mit «Der Wald in der Zeitmaschine». Denn die Sprachbilder verrutschen immer noch: «Männer» «pirschen» durch den Wald, während «einsame» Grillen zirpen, und «hoch angesetzte Augenbrauen» beharrlich forschender Förster noch höher gezogen werden. So weit, so schlecht der Stuss, der zuweilen im Zusammenhang von Wald und Klima(wandel) in den Medien verzapft wird. Da wird dann zum Beispiel auch von der «Mutter des Waldes» gefaselt. Wer das ist? Die Buche. Davon haben allerdings Förster und Forstwissenschaftler noch nie gehört. Macht aber nix. Denn die Assoziation ist einfach zu schön, um sie nicht für den (laienhaften) Leser auszuschlachten. Doch unverhofft kommt unsereins so ins Grübeln: Wer könnte denn der «Vater» sein? Die (deutsche) Eiche. Vorsicht, die (völkische) Falle schnappt gleich zu. Aber halt! Hä? Die? Geht ja gar nicht. Sind ja alles Mädchen im Wald: die Fichte, die Tanne, die Kirsche, die Robinie, die Kastanie, die Lärche, die Douglasie, … also wäre eigentlich nur der Nussbaum oder der Hasel …

Eleganter Stil

«Free Heel» oder Ski fahren für alle, die den eleganten Stil lieben. «Telemark» – damit hat der moderne Skisport begonnen. 50% unter den Skisportlern in Nordeuropa und den USA bzw. Canada haben die Ferse oben und pflegen den eleganten Schwung mit dem Ausfallschritt. Und Telemarker gelten als Individualisten. Wir waren auch diesen Winter viel unterwegs auf den Brettern, die die Welt bedeuten und mit der Kamera für die Jagd nach schönen Bildern.

Herbst …

Der Herbst und Deutschland, sie sind nicht ein wirklich gutes Gespann. Der «deutsche Herbst» steht für die «German Angst», vierzig Jahre vorher werden Menschen im vorletzten Monat des Jahres durch die Strassen gejagt und Scheiben zertrümmert. Jetzt geschieht in Deutschland mit dem nicht endenden Flüchtlingsstrom wieder Geschichte. Und manche sprechen vom «Herbst» der ewigen Kanzlerin, während ein frühlingshaft schöner November vor den Kapriolen des Klimas leises Grauen weckt. Morbide Schönheit, zwiespältiges Ahnen einer sich zersetzenden (Wohlstands-) Gesellschaft …