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Schneemenschen.

Schneemenschen? Kennt Ihr das? Wenn Ihr morgens aufsteht, und der erste Blick zu den nahen Berggipfeln und Höhenzügen wandert, wo – hoffentlich – das weiße Pulver Eurer Träume liegt. Oder noch besser, wenn Ihr morgens aufwacht und alle Geräusche draußen wie durch Watte gedämpft an Euer Ohr klingen? Und es Euch richtig aggressiv macht, wenn der Moderator im Radio genau in diesem Augenblick sagt: «Lichtblick fürs Wochenende, es wird wieder milder.» Oder noch schlimmer der missgelaunte Nachbar ungefragt jammert, während er mit einer komplett lächerlichen Plastikschaufel auf dem Boden herumkratzt: «Wenn nur bald der Winter vorbei wäre…». Und Ihr voller Begeisterung die weiße Pracht zu herrlichen flaumigen Haufen türmt. Ihr nervt Euch dann fürchterlich über diese miesepetrigen Ignoranten und phantasielosen Schönheitsverweigerer? Dann seid Ihr Schneemenschen! 😜 Willkommen im Club! 

Schneeglück.

Stille breitet sich aus. Im Westen färbt sich der Himmel tieforange in der untergehenden Sonne. Nach Osten hin, wo der Blick weit ins Tal reicht, glänzen die Schneeflanken im goldenen Licht unter einem pinkfarbenen Abendhimmel.Die kalte Luft wird zunehmend eisiger. Unter den Schuhen knarzt der Schnee. Ein phantastischer Tag mit Freunden und ausgelassener Fröhlichkeit neigt sich dem Ende zu. Müde, aber glücklich genießen wir diese Stunde des verklingenden Wintertages. Lauschen den fernen Stimmen der letzten heimkehrenden Wintersportler, die jetzt abgelöst werden vom Rauschen des aufkommenden Abendwindes. Lassen Geist und Seele freien Lauf, träumen. Jetzt ist sie wirklich erhaben – in diesem blaugoldenen Licht, kalt glitzernd in ätherischem Schein. Die einzigartige Natur. Jetzt ist sie zu spüren, die Faszination des weissen Glücks. Von der wir träumen. Drunten im Tal. Wo uns manchmal der Blick fürs Wesentliche verschwimmt. Seltene Momente des fühlenden Erkennens, das Wirkliche unserer Sehnsucht nach dem Eins sein. Mit uns selbst, mit der wertvollen Natur, mit dem «Überbleibsel Gottes» (Dan Shambicco). Die letzten goldenen Strahlen am Horizont verglimmen, eisige Bläue kündet von der heranziehenden …

Veränderung? Ja. Natürlich. Leben.

Der Kopf sei rund, damit sich die Richtung der Gedanken ändern könnte. Habe ich kürzlich gelesen. Passt. Deshalb also denke ich heuer im Advent, eine Zeit, die alljährlich darauf hinweist, dass mit Jesu Geburt etwas Neues begonnen hat und beginnen wird, über Veränderung nach. Veränderung – die uns allen im zu Ende gehenden Jahr einiges abverlangt hat. Jetzt könnte man natürlich lang und breit darüber räsonieren, was an der Veränderung durch die Pandemie gut oder vor allem schlecht ist. Eine Diskussion, die jedoch nicht weiterhilft, denn zuallererst ist die Veränderung ganz einfach ein unumstösslicher Fakt. Und mal ehrlich: Wäre es so toll, wenn immer alles bleiben würde, wie es war?

Nackt.

«Digitalisierung» und «Transformationsprozess» sind die Zauberworte, mit denen uns die Propheten einer neuen Zukunft locken. Während sie sich klammheimlich die Hände reiben, weil die gegenwärtige Pandemie auf diese Veränderung wie ein Brandbeschleuniger wirkt. «Digitaler Euro», «kontaktloses Bezahlen», «in-house delivery», «digitale Krankenakte» – die schöne neue Welt hat viele Namen. Und wir datteln alle weiter selbstvergessen auf unseren Handys, ohne zu bemerken, wie sich Bürgerrechte auflösen und unsere Identitäten in der virtuellen Welt gegen uns verwendet werden. In der vergangenen Woche hat sich in Finnland allerdings eine digitale Katastrophe ereignet, die es seltsamerweise noch nicht flächendeckend in die Schlagzeilen geschafft hat. Ein Hacker hat die Krankenakten von rund vierzigtausende Patienten eines großen Psychotherapiezentrums in seinen Besitz gebracht. Inklusive der so genannten «Personenkennzeichen».

Trump infiziert. Linke Nummer im rechten Augenblick?

Trump infiziert? Keine wirklich neue Nachricht. Denn das macht er doch schon lange. Infiziert die ganze Welt mit Lügen. Die Seuche des Hasses hat seither den ganzen Planeten in einem heftigen Fieberschub weiter gespalten, und die totalitären Pestbeulen schwären mit neu erwachter Virulenz, während milliardenfache Aerosol-Wolken alternativer Fakten den Blick für die Wirklichkeit vernebeln. Doch lassen wir das mit den Wortspielen und andeutungsreichen Sprachbildern. Bleiben wir einfach bei den Verschwörungstheorien.

Die Blockwarte sind unter uns.

Man stelle ich vor: Christian Lindner hat einen Freund zum Abschied umarmt. «Ohne Vorsatz», wie er sagt. Einfach so. Unglaublich, böse, ungezogen und asozial. Die Blockwarte lösten einen Shitstorm aus. Qualitätsmedien wie SPIEGEL, FAZ und andere durften da nicht schweigen und titelten: «Abstandsregeln verletzt» oder «Auch andere Politiker halten sich nicht immer an die Regeln». Traurig aber wahr – inzwischen fällt einem Liberalen dazu nichts besseres ein, als sich zu entschuldigen. Für was eigentlich?

Kinder an die Macht!

«Sport war einmal ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft, der unter anderem auch die Interessen der Kinder und Jugendlichen mitvertreten hat. Von Kindern und Jugendlichen, die jetzt auch durch den Sport nicht mehr aus dem Umfeld häuslicher Gewalt, die es – geschätzt – in jedem siebten Haushalt in Deutschland gibt, vorübergehend entfliehen können, die seit langem auch fast keine körperliche Interaktion und kein adäquates Bildungsangebot mit Gleichaltrigen mehr hatten.» Professor Perikles Simon in der FAZ vom 13. Mai 2020