Alle Artikel in: Ansichten

2022: Bitte nicht zurück ins Mittelalter.

Corona, die Pest der Gegenwart, gebiert ihre gesellschaftlichen Monster: nicht für möglich gehaltene Intoleranz, die Verachtung Andersdenkender, unglaublicher Aberglaube, geifernder Irrsinn, eiferndes Ausgrenzen, Sehnsucht nach autoritärem Herrschen. Allenthalben. Bei Mehrheit und Minderheit und umgekehrt. Die vermeintlich moderne Gesellschaft zeigt ihre mittelalterliche Fratze.

Das sechzehnte Türchen: Perspektivenwechsel.

«Wahrnehmung schafft Wirklichkeit» – sagt die Kommunikationstheorie. So bestimmt möglicherweise auch unser Blick auf die Wirtschaft (und das Leben) unsere Wirklichkeit. Weil wir handeln, wie wir denken. Umgekehrt – könnte möglicherweise eine veränderte Wahrnehmung die Wirklichkeit verändern? Setzen wir uns doch in einem Gedankenspiel einmal dem Perspektivenwechsel aus. 

Türchen 15: Der Weg ist das Ziel!?

«Der Weg ist das Ziel» behauptete einst ein cleverer Veranstalter von Outdoor-Reisen in alle Welt, und schaffte es, seinen Werbeslogan im allgemeinen Sprachschatz zu verankern. Hört sich ja auch gut an. Und ist so herrlich unverbindlich. Zeitgeist eben. Aber eine Sache wird nicht dadurch richtig, dass sie nicht immer, aber immer öfter gesagt wird. (So wie ja auch ein alkholfreies Bier nicht zwingend besser schmeckt als eins mit Umdrehungen. Aber das ist eine andere Geschichte.) Deshalb führt nichts an der (unternehmerischen) Lebenserfahrung vorbei, dass «das Ziel den Weg» bestimmt. Schliesslich kann man auch nur ankommen, wenn man aufbricht.

Sch… auf die Impfung!

Sagen im Moment rund 30 Prozent Impfverweigerer. Und fügen dem zeitgeistigen Wahnsinn , nämlich dass eine sich irgendwie in ihren Rechten und Gefühlen verletzte Minderheit die Mehrheit schikaniert, eine weitere zynische – oder irre – Pointe hinzu. Darf man das sagen? Finde ich schon. Denn Klartext reden, heisst nicht zu polarisieren, sondern Klarheit schaffen.

Frisch gedruckt!

Pünktlich! 11.11., St. Martin 2021 – sie sind frisch gedruckt im Haus: Kurzgeschichten für entspannte Stunden am Kamin – fröhlich und mit Tiefgang: Mein neues Buch «Den Himmel berühren», ein Softcover-Band mit 96 Seiten ist für 18,95 € (ISBN-Nummer 978-3-9823861-0-2) im Buchhandel erhältlich oder kann über den Verlag unter www.eigensinn-gmbh.de direkt bezogen werden. Also – wer dieses Jahr sich zeitig um ein Weihnachtsgeschenk kümmern möchte, findet hier das passende Geschenk! Wer schon bestellt hat, muss nichts mehr unternehmen, die Auslieferung beginnt umgehend. Alle anderen dürfen zugreifen, bevor die erste kleine, feine Startauflage vergriffen ist. Und versprochen – das ist vorerst der letzte Werbe-Trailer für mein neuestes Werk!

Bereit? Jawoll. Weil Ihr es seid.

Das ist schön: Die Grünen haben deutsche Traditionen für sich entdeckt. Blockwart und Stasi-Spitzel erleben im 21. Jahrhundert ihre Wiedergeburt als politisch korrekte Steuer-Streber. Und da wir Deutschen es gewohnt sind – spätestens seit unseligen Blockwart-Zeiten –, die Dinge gründlich und technisch ausgereift umzusetzen, wird das mit einer digitalen, anonymen Meldeplattform zur Ermittlung von Steuerbetrügern optimiert. Allerdings – kurz und knapp auf den Punkt gebracht: Die Petze war schon in Schulzeiten eine Kanaille. Daran ändern weder Zeitgeist noch vermeintliche Gerechtigkeitsüberlegungen etwas.

Schöpfungsgeschichte 4.0

Die Endlosschleife der Menschheit: Als sie vom Baum der Erkenntnis aßen, war keiner schuld. Adam hat es auf Eva geschoben, Eva auf die Schlange. Aber sie hatten die Möglichkeit gehabt, sich zu entscheiden. Als sie Afghanistan – und die vielen geschundenen Frauen und Männer – verließen, war keiner schuld. Die afghanische Regierung hat es auf Amerika geschoben, Deutschland auf Amerika, Amerika auf die afghanischen Militärs … Als wir es sahen und hörten, waren wir nicht schuld: Wir haben es auf die Mächtigen geschoben. Die Mächtigen auf die Gewissenlosen. Und so weiter und so fort … In biblischer Sprache heißt das «Erbsünde», in moderner Sprache «Verantwortungsdiffusion». Ach, und was noch zu sagen bliebe: Die Soldatinnen und Soldaten, die den Kopf hingehalten haben – und zu allem Elend – jämmerlich krepierten, hatten wirklich keine Schuld. Sie haben sich entschieden und Verantwortung übernommen.

Von Männern und Schweinen.

Ich würde Fettnäpfchen lieben. Sagen manche meiner Freunde. Das stimmt nicht ganz. Aber als Schreibender wird das immer schwieriger, selbige zu umgehen. Politisch korrekt, geschlechtsneutral, in keinem Fall ausgrenzend und CO2-bewusst – sich unverfänglich zu äussern, wird aus professioneller und persönlicher Sicht eine mühsame Übung. Die wildesten Blüten treiben gegenwärtig die Forderungen zur «gendergerechten Sprache». Oh je. Ich steuere unweigerlich aufs nächste zu …