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Schneeglück.

Stille breitet sich aus. Im Westen färbt sich der Himmel tieforange in der untergehenden Sonne. Nach Osten hin, wo der Blick weit ins Tal reicht, glänzen die Schneeflanken im goldenen Licht unter einem pinkfarbenen Abendhimmel.
Die kalte Luft wird zunehmend eisiger. Unter den Schuhen knarzt der Schnee. Ein phantastischer Tag mit Freunden und ausgelassener Fröhlichkeit neigt sich dem Ende zu. Müde, aber glücklich genießen wir diese Stunde des verklingenden Wintertages. Lauschen den fernen Stimmen der letzten heimkehrenden Wintersportler, die jetzt abgelöst werden vom Rauschen des aufkommenden Abendwindes. Lassen Geist und Seele freien Lauf, träumen. Jetzt ist sie wirklich erhaben – in diesem blaugoldenen Licht, kalt glitzernd in ätherischem Schein. Die einzigartige Natur. Jetzt ist sie zu spüren, die Faszination des weissen Glücks. Von der wir träumen. Drunten im Tal. Wo uns manchmal der Blick fürs Wesentliche verschwimmt. Seltene Momente des fühlenden Erkennens, das Wirkliche unserer Sehnsucht nach dem Eins sein. Mit uns selbst, mit der wertvollen Natur, mit dem «Überbleibsel Gottes» (Dan Shambicco).

Die letzten goldenen Strahlen am Horizont verglimmen, eisige Bläue kündet von der heranziehenden Nacht. Groß und silbern geht der Vollmond auf, verzaubert die umstehenden Felsgipfel in eine Arena der Schönheit. Wir schwingen jetzt in großen ruhigen Bögen den weiten Hang hinunter. Ahnen die Einheit von Körper, Geist und Seele. Und gewinnen sie für kurze Augenblicke. Jetzt. Mit jedem Schwung, mit jedem Aufwehen des pulvrigen Schnees, mit jedem Pochen des Herzens im Rhythmus der phantastischen Abfahrt.

Schneeglück. Glück im Schnee. Hoffentlich bald wieder.

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