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Schlimmer geht immer.

So-yeon betet? Für was, zu wem? Keine Ahnung. Vielleicht für mehr Charakter ihres Liebsten? Denn der besucht gerade Wladimir in Moskau, und die Wölfe heulen schon freudig in den Kulissen. Lars Klingbeil: «Alles was hilft, ist willkommen.» Da fragt sich unsereins dann schon, ist der Mann an der richtigen Stelle? Krieg und Frieden als Gespräch unter echten Männern? Könnte einem Angst und Bange werden, wenn man sich nicht noch mehr fremdschämen würde. Und schließlich stellt man sich als phantasiebegabter Mensch vor: Wie könnte so ein Besuch unter alten Freunden und lupenreinen Demokraten ablaufen? Vielleicht so mafiamässig, zwei Gangster unter sich?

Das geht dann so: Gerhard sitzt mit seinem Spezl im Kreml. An einem langen Tisch, versteht sich. Denn der Mann mit den kalten Augen und der angeblich toxischen Männlichkeit scheißt sich ja bekanntlich wegen des Corona-Virus in die Hose. Dann stecken sie sich zuerst mal eine fette Zigarre an, während in Mariupol eine Kinderklinik in die Luft fliegt und russische Rekruten zu tausenden in Panzern krepieren. «Wladimir, alte Scheisshausfliege, jetzt mal im Ernst – also 1,5 Millionen Flüchtende, Schwamm drüber. Und ein paar zerstörte Vorstädte mit hunderten Toten, ok, ist ja echt nicht so toll. Aber findest Du nicht, dass es jetzt reicht? Stell‘ Dir mal vor, die ganzen dicken Gas- und Öl-Milliarden, womöglich alle weg in Zukunft? Was meinst Du? Der Selenskyi? Gut, gut, der Selenskyi ist schon ein bisschen eine Nervensäge und hat Dir – also so socialmediamässig – ziemlich die Show gestohlen. Aber deshalb mußt Du ihn doch nicht gleich umbringen. Bringst mich ja auch nicht um. Ha, ha,?» Betretenes Schweigen. «Wie Bitte? Mein Flieger geht nicht zurück? …»

Also ich breche die Schmierenkomödie ab. Sie ist so grottenschlecht. Alleine, die Wirklichkeit scheint noch unterirdischer, sonst könnte nicht ernsthaft jemand in Politik und Öffentlichkeit glauben, dass der deutsche Oligarch Gerhard Schröder als Teil des Problems zur Beendigung dieser Katastrophe einen ernsthaften Beitrag leisten sollte.

Aber wie der Volksmund sagt: «Schlimmer geht immer.» Dümmer wohl auch.

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