Das Virus offenbart mit brutaler Härte die Begrenztheit des Lebens. Im eigentlichen wie im übertragenen Sinne. Auch wenn Politik und Wissenschaft den Eindruck vermitteln, die Kontrolle zu haben oder zurück zu erhalten, werden wir gegenwärtig mit den unerbittlichen Realitäten der Natur konfrontiert, die sich um ethische Kategorien weder schert, noch sich von ihnen aufhalten lässt. Eigentlich keine neue Erkenntnis, aber eine weitgehend verdrängte.
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Der heilige Kral der Corona-Krise
Jetzt mal ehrlich: Jeder von uns kennt die Situation, auf dem Lokus sitzend zu merken, dass da etwas fehlt. Das die Stille (meistens jedenfalls) zerreißende «Ratsch» signalisiert, dass von nun an Kreativität gefragt ist. Okay, alle die jetzt behaupten, dieses Gefühl nicht zu kennen, können diesen Part überspringen – aber das glaubt euch keiner!
WeiterlesenAuf den Kopf gestellt
«Wahrnehmung schafft Wirklichkeit» – sagt die Kommunikationstheorie. So bestimmt möglicherweise auch unser Blick auf die Wirtschaft (und das Leben) unsere Wirklichkeit. Weil wir handeln, wie wir denken. Umgekehrt – könnte möglicherweise eine veränderte Wahrnehmung die Wirklichkeit verändern? Stellen wir doch einmal Gewohntes auf den Kopf und setzen wir uns in einem Gedankenspiel dem Perspektivenwechsel aus.
WeiterlesenRache!
«… Die Flamme schoss erneut hoch in sein Bewusstsein: Rache. Amon drückte ab. Dasselbe zischende Plopp wie kurz zuvor, der Einschlag der Kugel riss die Brust des Killers auf, sein Oberkörper schleuderte zurück auf den Boden. Amon blickte entsetzt an die Wand, auf die sich eine Blutfontäne ergoss. Er hatte abgedrückt, und es war ganz leicht gewesen. …»
Ein Auszug aus meinem aktuellen Buch.
Wer mehr lesen will? Ganz einfach hier bestellen. Dann gibt’s sattes Lesevergnügen: actionreich, spannend und augenzwinkernd.
Orange ist das neue Weiss!
Weihnachtsspaziergang 2019: «I’m dreaming of a white Christmas.». Einmal mehr. Hör‘ ich halt einfach ein bisschen kitschige Musik und träume weiter …
Trump – ’ne Frau? Total abgedreht oder?
Ist die Wirklichkeit noch haarsträubender als wir sie uns vorstellen können? Wie wir wissen, lauscht die NSA in der Bundesrepublik mit, ebenso wie «intelligente» Straßenlaternen, Marke Huawei, auch schon in Deutschland filmen, ohne dass wirklich jemand weiß, ob die Daten bei chinesischen Überwachern landen. Während also Bundeswirtschaftsminister Altmaier China und USA argumentativ in einen Topf wirft und der amerikanische Botschafter in Deutschland, Richard Grenell vor Wut schäumt, habe ich mir aus Lust am Schreiben einen nicht ganz ernst zu nehmenden Thriller gegönnt: Eine unterhaltsame Story als ironische Fußnote zum Wahnsinn der Gegenwart – und mit offensichtlich hoch aktuellen Bezügen zur gegenwärtigen Diskussion um private Datensicherheit.
WeiterlesenDicke Backen. Für zum Weinen schöne Musik.
Markus, ist Blasmusik sexy?
«Mehr, als man denkt (lacht). Weil Vielfalt, Harmonie, Schönheit und vor allem Überraschungseffekte immer sexy sind!»
Vom Wald und seiner Mutter.
Das waren die Achtziger: Waldsterben im Original. Das ist die Gegenwart: Waldsterben 2.0. Das Ganze könnten wir auch beschreiben mit «Der Wald in der Zeitmaschine». Denn die Sprachbilder verrutschen immer noch: «Männer» «pirschen» durch den Wald, während «einsame» Grillen zirpen, und «hoch angesetzte Augenbrauen» beharrlich forschender Förster noch höher gezogen werden. So weit, so schlecht der Stuss, der zuweilen im Zusammenhang von Wald und Klima(wandel) in den Medien verzapft wird. Da wird dann zum Beispiel auch von der «Mutter des Waldes» gefaselt. Wer das ist? Die Buche. Davon haben allerdings Förster und Forstwissenschaftler noch nie gehört. Macht aber nix. Denn die Assoziation ist einfach zu schön, um sie nicht für den (laienhaften) Leser auszuschlachten.
Doch unverhofft kommt unsereins so ins Grübeln: Wer könnte denn der «Vater» sein? Die (deutsche) Eiche. Vorsicht, die (völkische) Falle schnappt gleich zu. Aber halt! Hä? Die? Geht ja gar nicht. Sind ja alles Mädchen im Wald: die Fichte, die Tanne, die Kirsche, die Robinie, die Kastanie, die Lärche, die Douglasie, … also wäre eigentlich nur der Nussbaum oder der Hasel ein echter Kandidat. Hasel würde ja wieder waldhistorisch passen. Der Haselbusch, der «Vater des Waldes». Nee, auch das kann es nicht wirklich sein.
Aber warum werden eigentlich aus dem Baum (männlich) im deutschen Wald lauter Mädchen? Haben wir gendermässig etwas verpasst? Müssen wir ganz neu auf den deutschen Wald blicken? Schaffte dieser wunderbare Platz der «Stille und des flirrenden Lichts» in seiner «allumfassenden Weisheit» schon früh die Überwindung überkommener Rollenbilder? Aus dem patriarchalischen Baum wurde die lebensspendende Bäumin in vielerlei Gestalt? Und wer weiß, vielleicht wird in einer weiteren Überwindung dieser dualistischen Sichtweise zweier Geschlechter im Zuge des Klimawandels aus dem/der Wald DAS Gebüsch … Siehe oben: Die Zukunft ist auch nur die Vergangenheit – Haselzeit (näheres siehe wikipedia :))!
Gleichberechtigung für alle!
Ich bin ein dunkelhaariger, südländisch wirkender, männlicher Sitzpinkler. Warum das wichtig ist? Also erstens weiß ich ganz genau wie sich Diskriminierung anfühlt. Weil ich öfters die Landesgrenzen überquere und überproportional oft kontrolliert werde. Im Zug liegt die Kontrollquote bei nahe 100 Prozent. Und zweitens bin ich politisch unterrepräsentiert, wie ich spätestens begriffen habe, als Angela Merkel anlässlich der Feierlichkeiten zur Einführung des Frauenwahlrechts «Parität» in Parlamenten, Institutionen, Unternehmen, Universitäten, usw., usw. forderte. Die Müllwerker habe ich bei der Aufzählung allerdings vermisst. Und eben die südländisch wirkenden, männlichen Sitzpinkler. Weiterlesen
Herbstzeitlos.
Herbst. Nach einem phantastischen Sommer (für all jene die keine Bauern sind) setzt die Färbung des Waldes ein, und auf den Wiesen stehen nochmals wunderschön blühend die Vorboten der kalten Jahreszeit.
Herbst. Des Lebens? Wer die 50 überschritten hat, stellt sie sich unweigerlich, die Frage, ob der Herbst des Lebens angebrochen ist, oder ob noch ein paar spätsommerliche Tage (Wochen?) im milden Licht aller Schönheit des Lebens vergönnt sind. Herbst, Spätsommer, wer weiss es schon? Gott sei Dank – niemand.
Zeit. Jeder hat an jedem Tag gleich viel davon. Die Frage bleibt, wie wir sie nützen. Sie stellt sich – so auf jeden Fall der Eindruck – ganz vielen, die mit leiser Wehmut den herbstlichen Spätsommer oder spätsommerlichen Herbst ihres Lebens feiern. Oder fristen. Plötzlich drängen neue Fragen: War sinnvoll, was bis jetzt geschehen ist? Ist es bloß geschehen, oder habe ich es gewollt? Was soll weiter geschehen oder sein? Oder noch schwieriger: Was will ich jetzt und künftig? Fragen über Fragen. Und Antworten sind Legion. «Das gelungene Leben», «Das Cafe am Ende der Welt», oder so ähnlich die Titel der Erfolgsautoren, die im Freundeskreis verschenkt werden. Geben sie Antworten? Vielleicht. Aber eher nicht.
Denn mal ehrlich – die letzte Frage (oder Antwort) nach dem Winter, ich mein’ den Tod, die ist es doch, die all’ die Fragen des Herbstes auslöst.
Los. Lassen. Zeit der Ernte. Erfahrungen nutzen. Wissen und Werte leben, ohne Rücksicht darauf, ob es passt oder anderen gefällt. Los. Lassen. Eingefahrene Muster begraben. Alte Ängste hinter sich lassen. Das Wesentliche vom Vergänglichen scheiden. Freiheit leben.
Loslassen. «… und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.» Sagte Jesus und steht am Gebäude der Universität Freiburg. Eine Antwort? Eine Antwort.
Los. Lassen. Leben. Weil der Himmel konkrete Verheißung ist, und echtes Leben sein Widerschein. Übrigens – ein schmunzelnder Gedanke sickert ins Bewußtsein, während ein glänzend klarer Herbsttag die Farben explodieren lässt: Für uns Skifahrer ist Winter in jedem Fall der Himmel. Wer’s glaubt wird selig!
(Denken, laufen, erkennen, laufen, …, Gedanken während eines herbstlichen Longjogs)









